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Jun 29
08:30
Familie stellt mich vor die Wahl – Entweder Familie oder Partner Hallo zusammen, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich schreibe diesen Beitrag, weil ich mich im Moment völlig allein fühle und gerne wissen würde, ob andere Frauen etwas Ähnliches erlebt haben und wie sich ihre Situation entwickelt hat. Ich komme aus einer türkisch-muslimischen Familie. Das Verhältnis zu meiner Mutter war allerdings schon lange vor meiner jetzigen Beziehung schwierig. Wir hatten schon früher häufig Konflikte und ich hatte oft das Gefühl, dass meine Entscheidungen oder Gefühle nicht wirklich ernst genommen werden. Trotzdem liebe ich meine Familie sehr und habe mir immer gewünscht, dass wir irgendwann einen gemeinsamen Weg finden. Vor etwa 2,5 Jahren habe ich einen syrischen Muslim kennengelernt. Seitdem sind wir zusammen. Natürlich ist unsere Beziehung nicht perfekt und wir hatten auch schwierige Phasen. Ich kenne seine Fehler und halte ihn nicht für einen perfekten Menschen. Gleichzeitig habe ich ihn über die Zeit als einen Menschen kennengelernt, mit dem ich offen über Probleme sprechen kann und mit dem wir Konflikte bisher immer lösungsorientiert angegangen sind. Deshalb konnte ich mir mit ihm eine Ehe vorstellen. Von meiner Familie hat ihn allerdings nur mein Onkel persönlich kennengelernt. Insgesamt haben die beiden nur zweimal miteinander gesprochen. Nach dem ersten Gespräch hatte ich zunächst nicht den Eindruck, dass die Situation völlig aussichtslos sei. Mein Onkel äußerte zwar Bedenken, aber ich hatte damals nicht das Gefühl, dass jede Hoffnung verloren wäre. Einige Zeit später begann mein Onkel jedoch plötzlich, sehr negativ über meinen Partner gegenüber meiner Familie zu sprechen. Ich hatte damals das Gefühl, dass sich meine Familie dadurch immer stärker an seiner Einschätzung orientierte, obwohl sie meinen Partner selbst gar nicht kennengelernt hatte. Später kam es zu einem zweiten Gespräch zwischen meinem Onkel und meinem Partner. Nach diesem Gespräch eskalierte die Situation endgültig. Mein Onkel hatte danach eine sehr negative Meinung über ihn und riet mir dringend, die Beziehung zu beenden. Aus Sicht meiner Familie spielten dabei unter anderem Aussagen meines Partners in diesem Gespräch, seine familiäre Situation sowie die Sorge eine Rolle, dass diese Beziehung mir langfristig schaden würde. Nach und nach schloss sich meine gesamte Familie der Einschätzung meines Onkels an, obwohl außer ihm niemand meinen Partner persönlich kennengelernt hatte. Der Druck auf mich wurde immer größer. Irgendwann habe ich die Beziehung tatsächlich beendet, weil ich dachte, dass ich mich für meine Familie entscheiden müsse. Bevor ich diese Entscheidung getroffen habe, hatte ich sogar eine Panikattacke. Ich war emotional völlig am Ende und hatte das Gefühl, mich innerhalb kürzester Zeit entscheiden zu müssen. Ich wollte niemanden verletzen und hoffte, dass dadurch wieder Ruhe einkehrt. Allerdings habe ich gemerkt, dass ich mit dieser Entscheidung überhaupt keinen inneren Frieden gefunden habe. Ich habe wochenlang gelitten, sehr viel nachgedacht, gebetet und versucht herauszufinden, was richtig ist. Am Ende habe ich mich nach reiflicher Überlegung entschieden, die Beziehung wieder aufzunehmen, weil ich trotz allem weiterhin glaube, dass er für mich ein guter Ehepartner sein kann. Gestern habe ich meiner Familie gesagt, dass ich bei dieser Entscheidung bleibe. Danach ist alles eskaliert. Am Familientisch sagte mein Bruder zu mir, dass ich mit meiner ersten Entscheidung hätte leben müssen. Er meinte, ich hätte diese Entscheidung bewusst getroffen und dürfte sie jetzt nicht einfach ändern. Er ist der festen Überzeugung, dass ich von meinem Partner beeinflusst worden sei. Ich habe versucht zu erklären, dass ich damals emotional völlig am Ende war und sogar eine Panikattacke hatte. Für ihn änderte das jedoch nichts – er blieb dabei, dass ich mit meiner ersten Entscheidung hätte leben müssen. Meine Mutter sagte immer wieder, i
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Jun 29
08:34
Meine Mutter sagte immer wieder, ich würde meine gesamte Familie für einen Mann wegwerfen und auf uns alle „scheißen“. Ich versuchte ihr zu erklären, dass ich niemals meine Familie verlieren wollte und immer gehofft hatte, einen Mittelweg zu finden. Darauf antwortete sie, dass sie mir von Anfang an gesagt hätten, dass es keinen Mittelweg gebe. Im Laufe des Tages sagte meine Mutter unter anderem: Wenn ich mich für ihn entscheide, müsse ich gehen. Ich solle sie niemals mit anderen Müttern vergleichen und nicht hoffen, dass sie mir irgendwann verzeiht. Selbst wenn sie einmal im Sterben liegen sollte, wolle sie mich nicht mehr sehen. Wenn ich ohne meine Familie leben könne, könnten sie auch ohne mich leben. Sie sagte zu meinen Brüdern, dass sie mich aus ihren Handys löschen und keinen Kontakt mehr zu mir haben sollen, wenn ich mich für meinen Partner entscheide. Sie sagte sogar, ich solle meine Arbeitsstelle kündigen (den Vertrag habe ich bereits unterschrieben), weil sie mich dort nicht mehr sehen wolle. Ich wurde außerdem mehrfach von meiner Mutter beleidigt. Wobei sie das eigentlich immer macht, wenn wir uns streiten. Ich hatte das Gefühl, dass enormer emotionaler Druck auf mich ausgeübt wurde, damit ich die Beziehung sofort beende. Gestern Abend schrieb mir mein großer Bruder: „Ich werde dir das niemals vergeben. Ich werde mich ein Leben lang um meine Mutter kümmern, und diese Lücke, die du hinterlassen wirst, niemals füllen können. Sie wird diesen Schmerz ihr Leben lang in sich tragen. Du hast mit dieser Entscheidung so viel verändert. Wie kann man so blind sein? Selbst wenn Mama dir eines Tages verzeiht – ich werde dir nicht verzeihen.“ Ich weiß, dass meine Familie das alles aus ihrer Sicht sagt, weil sie mich schützen möchte und weil sie überzeugt ist, dass ich eine falsche Entscheidung treffe. Ich nehme ihren Schmerz ernst und es tut mir unendlich leid, dass sie so leiden. Was mich allerdings fertig macht, ist, dass sie überzeugt sind, ich hätte mich gegen sie entschieden. Dabei empfinde ich das überhaupt nicht so. Ich wollte meine Familie nie verlieren. Ich wollte ehrlich sein, niemanden belügen und trotzdem den Menschen heiraten dürfen, den ich nach reiflicher Überlegung für den richtigen Partner halte. Im Moment fühle ich mich zwischen zwei Welten. Einerseits habe ich enorme Schuldgefühle gegenüber meiner Familie. Andererseits habe ich das Gefühl, gegen mein eigenes Gewissen zu handeln, wenn ich die Beziehung nur wegen des Drucks beende. Deshalb würde ich gerne von Frauen hören, die vielleicht etwas Ähnliches erlebt haben. Wurde euch auch gesagt, dass eure Familie euch verstößt oder den Kontakt abbricht? Haben eure Eltern oder Geschwister irgendwann wieder Kontakt aufgenommen? Hat sich der erste Schock mit der Zeit gelegt oder blieb der Bruch dauerhaft? Wie seid ihr mit den Schuldgefühlen umgegangen? Wie habt ihr es geschafft, zwischen eurer Familie und eurer eigenen Lebensentscheidung einen Weg zu finden? Mir ist bewusst, dass meine Familie ihren Schmerz und ihre Sorgen ernst meint. Ich möchte sie mit diesem Beitrag nicht schlecht machen. Bitte bleibt respektvoll – sowohl mir als auch meiner Familie gegenüber. Ich bin emotional gerade sowieso völlig am Ende. Ich suche auch keine Bestätigung für eine bestimmte Entscheidung, sondern ehrliche Erfahrungsberichte von Frauen, die vielleicht etwas Ähnliches erlebt haben und mir erzählen können, wie sich ihre Geschichte weiterentwickelt hat.
 
Jun 29
08:55
Hi, ich habe nichts ähnliches erlebt. Ich möchte dir nur viel Kraft in dieser schwierigen Situation wünschen. Von dem, was du schreibst, scheinst du eine starke, gut durchdachte Frau zu sein. Was auch immer die richtige Entscheidung für dich sein mag, du wirst sie sicherlich treffen🍀
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Jun 29
10:02
Ich habe nichts ähnliches erlebt. Ich habe allerdings zwei langjährige Beziehungen hinter mir, wo ich Gewalt emotional/psychisch und physisch erlebt habe. Auch habe ich diesbezüglich psychologische Hilfe in Anspruch genommen. Die verschiedenen Formen von Gewalt sind mir daher sehr gut bekannt. Auch wenn man kulturelle Unterschiede beachtet, gibt es Unterschiede und Grenzen von normalen zwischenmenschlichen Respekt einfordern, welches irgendwann in Gewalt umschlägt. Ich finde das Verhalten deiner Familie extrem schwierig. Das ist Erpressung, Drohung von „Liebesentzug“, guilt tripping, insbesondere mit dieser Endgültigkeit etc. das geht nicht. Egal, wie man den Typen findet oder nicht. Klar, kann man sagen, hey das kann ich mir grad nicht anschauen, das tut mir nicht gut etc. Ich ziehe mich zurück, aber wenn du dich je um entscheidest, weißt du, wo du uns findest und du zurückkehren kannst. Aber die Partnerwahl so extrem persönlich zu nehmen und quasi als Angriff auf einen selbst, dass ist für mich nicht das Verhalten von liebenden Eltern oder Erwachsenen reifen Personen, die ihre eigenen Probleme aufgearbeitet, reflektiert haben und verstanden haben, dass man als erwachsener Mensch eigene Entscheidungen treffen kann und sollte. Wer so extrem reagiert, wenn ein Mensch eine Entscheidung für sich selbst trifft, der hat mMn massive Probleme mit „kontrollverlust“ und dem akzeptieren, dass ihr Tanzbereich und Entscheidungsbereich bei den eigenen endet und sie nicht über andere bestimmen können, als wären diese Personen Eigentum. Da steht dann auch nicht Liebe und Schutz deiner Person als Grund für dieses Verhalten sondern der egoistische Versuch der Familie durch Erpressung Macht und Kontrolle zu behalten/bekommen. Wenn Schutz für dich und Liebe zu deiner Person im Vordergrund wäre, würde man nicht so handeln. Sondern dir anbieten, selbst wenn man aus Selbstschutz sich das nicht aktuell ansehen kann, dass man für dich da ist, wenn du je Hilfe brauchen würdest, um dich z.B. von einer ungesunden oder gar missbräuchlichen Beziehung und Person zu lösen. Oder dir eben vorher anders zur Seite steht, falls der Partner tatsächlich ungesund sein sollte. Aber nicht durch emotionale und psychische Gewalt , Erpressung und Ausgrenzung und guilt tripping und Silent Treatment. Das tut mir sehr leid. Ich habe schon mit einigen Personen den Kontakt eingestellt, weil ich nicht mehr zusehen konnte, wie diese mMn in ihr Verderben laufen. Dennoch habe ich immer klar gestellt, dass meine Türe immer offen ist, wenn man sich je um entscheiden möchte oder gar Hilfe braucht. Außer bei meinen missbräuchlichen, gewalttätigen Exfreunden ist ein Kontaktabbruch mit mir nie endgültig und wäre es insbesondere nicht, wenn sich jemand an mich wendet und ernsthaft Hilfe annehmen will und benötigt. Besonders nicht, wenn mir diese Person wirklich etwas bedeutet. Und ich drohe auch nicht mit Endgültigkeit. Diese gibt es tatsächlich nur für Personen die mir sehr massive Gewalt angetan haben, in dem Fall eben 2 meiner Exfreunde. Falls du mal mit professionell geschulten Menschen über die Situation sprechen möchtest (dass was du erlebst ist eine solche Situation bei der man an diesen Stellen auf jeden Fall anrufen darf und kann): • das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der Telefonnummer 08000 116 016 • die Außenstellen des Opfer-Telefons „Weißer Ring“ unter der Nummer 116 006 • „Nummer gegen Kummer e. V.“ für Kinder und Jugendliche unter der Nummer 116 111 • Telefonseelsorge 0800 1110111 , 0800 1110222 , 116 123 Fast alle diese Anlaufstellen haben auch einen Chat oder Mail Kontakt auf der Webseite, wenn telefonieren nicht möglich ist.
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Jun 29
10:11
Und auch noch was: Um mal die Verantwortung wieder dorthin zu stellen, wo sie hingehört. Nicht du entscheidest dich gegen deine Familie. Du entscheidest nicht, den Kontakt abzubrechen. Du entscheidest dich für dich, deine Bedürfnisse, deinen Partner UND deine Familie. Deine Familie entscheidet sich allerdings gegen dich. Aber das hast du nicht zu verantworten, dass ist in deren Tanzbereich. Nicht du schlägst die Türe zu, du versuchst sie im Gegenteil offen zuhalten und auch gleichzeitig völlig zurecht dein eigenes Leben zu führen. Wenn die das nicht akzeptieren können/wollen und deswegen den Kontakt abbrechen, hast du das nicht zu verantworten und es ist nicht deine Schuld!!! Diese Entscheidung treffen die selbst. Sie selbst entscheiden sich gegen dich. Nicht du gegen sie. Dein Verhalten ist nicht verantwortlich für deren Entscheidung. Das sind die selbst. Das sind erwachsene Menschen. Die diese Entscheidung treffen, weil sie nicht akzeptieren können und wollen, dass andere Menschen selbst entscheiden können, dürfen und freie Menschen sind. Das hat alles mit denen und nicht mit dir zu tun.
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Jun 29
10:15
Und wenn deine Mutter dich auf deiner Arbeit nicht sehen möchte, muss sich sich was neues suchen, nicht du. Sie entscheidet ja, dass sie dich nicht sehen möchte. Dann ist es ihre Verantwortung sich zurückzuziehen und dir aus dem Weg zu gehen und nicht deine. Du hast kein Problem mit ihr, sondern sie mit dir. Dann muss sie auch damit umgehen lernen. Nicht du hast dann dich zu kümmern, damit ihr ihre Entscheidung leichter fällt. Ebenso dein Bruder und co. Du reißt da keine Lücke rein, das machen die selbst, durch ihre eigene Entscheidung. Das ist absolute Verschiebung der Verantwortung die deine Familie da versucht. Das ist nicht richtig.
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Jun 29
13:25
Ich kann @marie_lou nur zustimmen! Habe gerade eine „ähnliche“ Situation mit meiner Mutter. Ich habe vor 8 Wochen meine Tochter geboren und vor 4 Wochen hatte meine Mutter das Gefühl, mir alles vorwerfen zu müssen was ich „falsch“ machen würde, und und und. Auf meine respektvolle und durchdacht sachliche Antwort hat sie mich blockiert und mir gesagt ich hätte sie verletzt und sie wolle keinen Kontakt mehr. Das hat mich enorm hart getroffen… Ich kann nur damit umgehen, weil mir zu 100% klar ist, dass es IHRE eigene Entscheidung war, ihre Tochter aus ihrem Leben zu streichen. Nicht ich, sondern sie alleine. Deshalb lebe dein eigenes Leben, sei gut zu dir selbst und achte gut auf dich! Es gibt Entscheidungen im Leben die man nicht treffen kann, aber manchmal funkt das Schicksal dazwischen und die Entscheidung wird einem abgenommen. Alles Gute ❤️
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Jun 29
20:30
Ich danke euch❤️
 
Jun 30
06:52
Nein, ich habe nichts in die Richtung erlebt und das muss wirklich unfassbar schrecklich für dich sein. Das ist nichts anderes als psychische Gewalt was die mit dir machen. Ich finde es auch ganz schlimm wie sich dein Bruder da einmischt und was er für einen bösartigen „Abschlusstext“ geschrieben hat. Da musste ich echt schlucken. Ich kann nur erahnen wie groß die Last sein muss, seiner Familie nicht gerecht werden zu können und das nur, weil dein Partner in den Augen deiner Familie aus dem falschen Land stammt. Man muss knallhart sagen: du hast dich nicht gegen deine Familie entschieden, sondern deine Familie hat sich gegen dich entschieden. Du hast ihnen nichts angetan, sondern dich in einen Mann verliebt, der dir Liebe und Geborgenheit gibt. Deine Familie benimmt sich, als hättest du jemanden ermordet. Egal wie du es drehst und wendest, wenn die Bereitschaft von denen so hoch ist, dich zu verstoßen, dann ist das nicht deine Schuld. Natürlich musst du aber trotzdem mit diesen Schuldgefühlen leben und ganz ehrlich: das wissen die ganz genau und wollen die auch ausnutzen. Das klingt nach keinem gesunden Umfeld für dich. Du hast immer Bereitschaft gezeigt einen Mittelweg zu finden, allerdings sind sie nicht bereit für dich. So schrecklich das ist, ich glaube du kannst gerade nichts machen… Vielleicht (wenn du willst!) zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich alles beruhigt hat, nochmal mit ihnen reden
 
Jun 30
12:11
Eine enge Freundin von mir war in einer ähnlichen Situation. Ihre Familie war streng gläubig und sie hat sich in einen Koreaner verliebt. Sie trägt das Hijab weil ihr Vater das so möchte, sie darf nicht reisen und nicht das Haus verlassen außer sie geht zur Uni oder Lebensmittel einkaufen. Als sie dann mit ihm nach Korea verreisen wollte um seine Heimat zu besuchen, stellten ihre Eltern sie vor ein Ultimatum. Wenn sie geht dann soll sie nie wieder zurück kommen, sie wird enterbt und von der Familie verstoßen. Mit ihm hatten sie, wie bei dir, schon immer ein Problem und sie litt stark unter den täglichen Streits. Sie hat den Kontakt zu ihrer Familie dann abgebrochen. Sie meinte damals zu mir, selbst wenn es mit ihm nicht für immer hält, will sie diese Personen nicht mehr ihre Familie nennen. Sie waren jahrelang ihre Herrscher und sie sei froh, dass sie sich endlich abwenden kann. Ich meine das in keiner Weise respektlos oder unverschämt, ich kann mich nicht hineinversetzen und es tut mir einfach nur unfassbar leid dass du dich in dieser Situation befindest. Aber denke wirklich darüber nach, ob Menschen die dich so unterdrücken, bestimmen, verletzen und ausschließen das richtige Umfeld für dich sind. Du bist eine Schwester, eine Tochter für sie, sie sollten ihre Liebe zu dir über alles stellen. Es ist für mich nicht greifbar einen solchen Menschen aus meinem Leben zu verbannen weil er verliebt ist, gleich welcher Herkunft, Geschlecht oder Religion der Partner ist. Du erlebst emotionale Gewalt und der Grund dafür ist, dass du eine Frau bist. Du sollst nicht selbst entscheiden weil sie entscheiden wollen. Es tut mir so leid. Ich wünsche dir alles Gute und dass du deinen Weg findest.
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Jun 30
14:04
Hallo 😊 Zum Glück war ich selbst noch nie in so einer Situation. 🙈 Aber ich möchte trotzdem kurz etwas dazu sagen: Ich finde es immer total schade, wenn jemand vor die Wahl gestellt wird: „Entweder er oder wir.“ So ein Verhalten finde ich kindisch und völlig übertrieben. Ich persönlich würde mich für meinen Partner entscheiden, weil du mit ihm dein Leben verbringst und vielleicht eine eigene Familie gründen möchtest. 😊 Wenn du dich stattdessen für deine Familie entscheiden würdest, hätte ich immer im Hinterkopf, dass die Situation sich irgendwann sowieso verändert. Die Eltern sind irgendwann nicht mehr da, dein Bruder hat seine eigene Familie – und wer bleibt dann noch an deiner Seite? Außerdem finde ich es sehr schade, dass sie deinem Partner nicht einmal die Chance gegeben haben, ihn persönlich kennenzulernen und sich selbst ein Bild von ihm zu machen. Für mich hört es sich auch nicht so an, als hättest du dich gegen deine Familie entschieden. Eher hat sich deine Familie gegen dich entschieden – und das nur wegen deines Partners. Ich hoffe, meine Sichtweise hilft dir ein bisschen weiter. 🥺❤️
 
Jul 1
16:09
In so eine Situation kann man als Betroffene die Gesamtumstände nur emotional beurteilen. Du hast Angst und Sorge. Du möchtest keinem wehtun und liebst gleichzeitig deinen Freund. Personen die dich nicht kennen und selbst nicht in deiner Lage sind aber rational. Deine Familie versucht dich leider zu kontrollieren, zu unterdrücken und über dein Leben zu entscheiden. Scheinbar gibt es dafür auch keine ordentliche Begründung. Wenn dein Freund im Grunde nichts getan hat dann verstehe ich nicht wieso deine Eltern mit der Beziehung nicht einverstanden sind. Selbst wenn du den Forderungen deiner Familie nachgehen würdest, dann würden sie in der Zukunft sicherlich weitere Wege finden deine Entscheidungen zu kontrollieren. Als junge Frau ist es oft schwer sich von seinem gewohnten Umfeld zu trennen. Du solltest aber gut darüber nachdenken ob du deine Familie wirklich als Bereicherung oder als Last empfindest, denn auch die eigene Familie kann einen psychisch zu Last fallen. So wie sich deine Mutter verhält ist inakzeptabel und toxisch auf höchstem Niveau. Deine Brüder plappern den Schwachsinn deiner Mutter auch noch nach. Als ob es sie persönlich betrifft wen du heiratest. Ich kenne einige die, nach fehlender Einsicht der Familie, den Kontakt abgebrochen haben. Diesen Schmerz kann man sich selbstverständlich nicht ausmalen aber man gewinnt etwas sehr wichtiges und zwar seine Freiheit in Entscheidungen und Handlungen bezogen auf dein ganzes Leben. Denn hier geht es schon lange nicht mehr nur um dein Freund. Blick einfach mal zurück welche Ereignisse in deinem Leben waren, die einen ähnlichen manipulativen und erpresserischen Charakter hatten. Würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass es bereits oft vorgekommen ist. Im wesentlichen geht es hier um deine Persönliche Freiheit und das Recht eigene Entscheidungen treffen zu wollen. Ich würde mich in so einem Fall immer für mich selbst entscheiden. Wünsche dir alles Gute!
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