Ich finde diese Sicht auf Freundschaften irgendwie total schade. Meine Freunde, Männer (überwiegend schwul) wie auch Frauen, sind mir wirklich mit Abstand die wichtigsten Menschen in meinem Leben, als letztes Jahr zwei von ihnen im Ausland gelebt haben, habe ich sie auch extrem vermisst und wir haben trotz Zeitverschiebung viel gefacetimed, da wir einfach schon immer sehr doll am Leben der anderen teilhaben.
Mein letzter Partner hat Freundschaften auch eher sehr lose betrachtet, damit konnte ich mich zb überhaupt nicht identifizieren und er sich auch nicht mit meiner Art, meine zu pflegen, aber wir konnten da immer locker drüber sprechen.
Ich kann dir nur empfehlen, dich mit den Mustern, die dir diese Art von Verbindung seltsam erscheinen lassen, auseinander zu setzen, denn meiner Meinung nach sollte eine Beziehung nicht die einzige enge Verbindung zu anderen Menschen im Leben sein..
Was die Thematik mit deinem Freund angeht, würde ich es auch einfach erstmal so erklären, wie du es hier beschrieben hast. Es geht dabei ja nur um deine Gefühle dazu und nicht darum, ihm etwas vorzuschreiben (das fände ich auch absolut nicht in Ordnung!).
Wenn er ein empathischer Mensch ist, wird er dir deine Ängste bestimmt nehmen können!
Ich würde aber nicht mit der Erwartungshaltung daran gehen, dass er sich daraufhin einschränkt und zb seine Freundin im Ausland nicht besucht.